{"id":171,"date":"2014-12-30T16:36:05","date_gmt":"2014-12-30T15:36:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steffluethi.ch\/wp2\/nachrichten-2-2\/"},"modified":"2015-01-26T10:55:33","modified_gmt":"2015-01-26T09:55:33","slug":"lebenslauf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/uber-steff\/lebenslauf\/","title":{"rendered":"Lebenslauf"},"content":{"rendered":"<div class=\"chrono\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1955<\/div>\n<div class=\"text\">Geboren am 21. Januar in der Ostschweiz; lebt und arbeitet im Tessin&nbsp;(CH) und in der Toscana&nbsp;(I)<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1976-78<\/div>\n<div class=\"text\">Accademia delle Belle Arti, Brera, Milano, Italia \u2013 Scultura<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1978-82<\/div>\n<div class=\"text\">Universit\u00e4t Gesamthochschule Kassel&nbsp;(D), Fachbereich freie Kunst \u2013 Bildhauerei<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1982<\/div>\n<div class=\"text\">Diplomarbeit \u00abNatur \u2013 Technik \u2013 \u00c4sthetik\u00bb<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1985-92<\/div>\n<div class=\"text\">Pietrasanta, Italia \u2013 Sculture in bronzo<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"year\">1993<\/div>\n<div class=\"text\">Associato VISARTE Ticino<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"langcod\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Zwischen Chaos und Ordnung<\/em><\/p>\n<p><em>Steff L\u00fcthi ist ein K\u00fcnstler, der schwer einzuordnen ist und lieber gegen als mit dem Strom schwimmt.<\/em><\/p>\n<p><em>Raumbegriff <\/em><\/p>\n<p><em>Schon als Jugendlicher war er fasziniert vom Raum und dem Beseelen des Raumes. Dies reflektieren seine ersten k\u00fcnstlerischen Arbeiten: ausgeh\u00f6hlte H\u00f6lzer.<br \/> In Joseph Beuys\u2019 Auseinandersetzung mit den Gegens\u00e4tzen, W\u00e4rme und K\u00e4lte, Evolution und Erstarrung, Kreativit\u00e4t und Rationalisierung, seiner Suche nach dem verlorenen \u201eganzen\u201c Menschen und in der Bewegung der 68er Jahre, erkennt sich Steff L\u00fcthi wieder und setzt dies in eigene Arbeiten um. Er gibt seine Skulpturen \u2013 aber auch sich selbst &#8211; der Erosion preis und dr\u00fcckt damit die Fragilit\u00e4t der eigenen Psyche und die der Nacktheit seines K\u00f6rpers gegen\u00fcber Gesellschaft und Natur aus: \u201eIch pfeiffe auf \u00c4stetik und gehe weiter\u201c bekennt er.<br \/> Seine Raumsuche weitet sich auf die Landschaft aus, es entstehen Bleistiftzeichnungen, die er in Kaltnadel- und \u00c4tzradierungen umsetzt. \u201eWer nicht fliegen kann ist nicht \u00fcber den Berg\u201c, betitelt der K\u00fcnstler eine seiner Arbeiten. Der  Enge entfliehen, Ausbrechen aus starren Strukturen, ob aus der eigenen oder jener von Gesellschaft und Heimat, geh\u00f6ren zu dieser Sturm- und Drangzeit. Steff L\u00fcthi dr\u00fcckt es mit einem, im Schweizerkreuz gefangenen Vogel aus.<br \/> Ja, kein Wunder, dass ihm die kleine Schweiz immer wieder eng wird. Er entrinnt in die Vereinigten Staaten, besucht Haiti und erf\u00e4hrt diese Reise als heisskaltes Wechselbad von Erfahrungen. Das unmittelbare Nebeneinander von reich und arm gr\u00e4bt sich tief in sein Bewusstsein ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Erproben der Elemente<\/em><\/p>\n<p><em>Die Elemente regen Steff L\u00fcthi zu komplexen und komplizierten Projekten an. F\u00fcr deren Ausf\u00fchrung weiss er Fachleute zu begeistern, mit denen er die Ideen umzusetzen versucht. Er wohnt nun bereits im Tessin und erprobt in der Schlucht von Ponte Brolla feuerspeiende Handschuhe, mit denen er drachengleich zu entfliegen droht. Die Gegens\u00e4tze Feuer und Eis inspirieren den K\u00fcnstler zu einem Projekt, das als \u201einterkulturelle Aktion zur F\u00f6rderung des gegenseitigen Kulturverst\u00e4ndnisses\u201c und als Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Nutzung von Sonnenenergie gedacht ist und durch ganz Europa nach Afrika bis zum \u00c4quator reisen sollte. Die mit Solarenergie betriebene Maschine l\u00e4sst Wassertropfen an Wassertropfen gefrieren. Eiszapfen entstehen und schmelzen: \u201eDurch das Feuer der Sonne wird Wasser zu Eis. Aus dem Chaos wird Ordnung und die Ordnung wird zum Chaos&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>In diese Zeit f\u00e4llt seine Familiengr\u00fcndung. Doch dann zieht es ihn wieder in die Ferne, diesmal nach Italien, und er nomadisiert w\u00e4hrend sieben Jahren zwischen seinem Atelier in Pietrasanta und seinem Wohnsitz im Tessin. Erneut besch\u00e4ftigen ihn Innen- und Aussenraum: es entstehen filigrane Skulpturen aus Pflanzenteilen, \u00c4sten, Gr\u00e4sern und Blumenstengeln, die er in Bronze giesst. Der Tod eines Freundes wirft Fragen nach der Verg\u00e4nglichkeit des Menschen auf. Sie m\u00fcnden in die Figur des Ikarus. Damit ist sein erster Mensch geboren, ein Thema, von dem er nun nicht mehr loskommen soll, auch wenn das der erneuerbaren Energie und der Elemente aktuell bleibt und als \u201eSolararche\u201c und als \u201efliegendes Ei\u201c neue Formen findet.<\/em><\/p>\n<p><em>Menschen und Kosmos<\/em><\/p>\n<p><em>Der Golfkrieg wirkt sich in der Arbeit des K\u00fcnstlers wie ein Paukenschlag aus. Die Grausamkeit, zu der der Mensch dem Menschen gegen\u00fcber f\u00e4hig ist, schockiert ihn zutiefst. Wie steht es mit der Hoffnung auf Evolution, wohin hat uns die Entwicklung \u2013 von Ikarus \u00fcber die Erfindung des Rades zur heutigen Technik &#8211; gef\u00fchrt? \u201eWir sind seltsame Tiere\u201c nennt er eine erste Installation mit den kleinen Menschen. Die Sinnfrage treibt ihn um, die menschliche Endlichkeit und die kosmischen Unendlichkeit: woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich? Er setzt seine Figuren an den Rand von Schalen (Messing\/Bronze), deren Innenleben an kosmische Wirbel erinnert. Steff L\u00fcthi nennt sie Sph\u00e4ren oder Galaxien. Die kleinen Kreaturen, darunter auch Beuys, dr\u00fcckten in ihren verschiedenen Posen ihre Befindlichkeit zu diesen Fragen aus (wo befinde ich mich gerade jetzt?), darunter erkennt man gefl\u00fcgelte Wesen. Sind es Engel, die auf diese Fragen bereits Antwort gefunden haben und zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit Verbindung schaffen? Eine Vorstufe dazu vielleicht jene, die sich &#8211; mit Flossen und Taucherbrille ausger\u00fcstet &#8211; ins Sph\u00e4renwasser wagen. Dieses Thema hat der K\u00fcnstler auch als Brunnen im Auftrag f\u00fcr den \u201eGiardino dell\u2019Arte \u2013 Piccola Venezia\u201c im Tessin verwirklicht. Die \u201eFontana Galaxis\u201c, steht vor der Villa des Besitzers auf einem grossen Platz und bezaubert durch ihr  beinah schwebendes Konzept. Andere Arbeiten erinnern an den Turm von Babel. Am Rand riesiger Eisent\u00fcrme sitzen die kleinen Menschen verloren \u00fcber dem Abgrund. Auf dem Grimselpass hinterl\u00e4sst L\u00fcthi auf einem Felsen f\u00fcr l\u00e4ngerer Zeit eine kleine Bronzefigur in Denkerpose. Ein (fast unsichtbares) Mahnmal? Ein Denk-Mal?<\/em><\/p>\n<p><em>Mir scheint, Steff L\u00fcthi habe sich vom Provokateur zum Vision\u00e4r entwickelt. Mit seinen fr\u00fcheren Arbeiten provozierte er, stellte sich quer, brach aus, \u00fcberschritt Grenzen, k\u00e4mpfte mit Elementen und Gesellschaft und brachte sich dabei immer wieder selbst als Performer ein. Seit der Mensch in seiner Arbeit aufgetaucht ist kommt es mir vor, als ob dieser den Finger auf die Wunden unserer Gesellschaft, unserer heutigen Art zu sein und zu leben legen w\u00fcrde. Die bronzenen Figuren \u2013 seine Alter Ego &#8211; rufen zum Innehalten und Nachdenken auf.<br \/>Geh\u00f6rt es nicht mit zu den Aufgaben eines K\u00fcnstlers Br\u00fccken in die Zukunft zu schlagen, Visionen anzubieten?<\/em><\/p>\n<p><em>Minusio, Sommer 05<br \/>Tina Stolz<\/em><\/p>\n<p class=\"langcod\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"langcod\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<nav class=\"bottom\"><a title=\"\u00dcber Steff\" href=\"..\/\">\u00dcber Steff:<\/a><a title=\"Kontakte\" href=\"..\/kontakt\/\">Kon\u00adtak\u00adte<\/a><a title=\"Lebenslauf\" href=\"..\/lebenslauf\/\">> Le\u00adbens\u00adlauf<\/a><a title=\"Ausstellungen\" href=\"..\/ausstellungen\/\">Aus\u00adstel\u00adlun\u00adgen<\/a><a title=\"Publikationen\" href=\"..\/publikationen\/\">Publi\u00adka\u00adtio\u00adnen<\/a><\/nav>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1955 Geboren am 21. Januar in der Ostschweiz; lebt und arbeitet im Tessin&nbsp;(CH) und in der Toscana&nbsp;(I) 1976-78 Accademia delle Belle Arti, Brera, Milano, Italia \u2013 Scultura 1978-82 Universit\u00e4t Gesamthochschule Kassel&nbsp;(D), Fachbereich freie Kunst \u2013 Bildhauerei 1982 Diplomarbeit \u00abNatur \u2013 Technik \u2013 \u00c4sthetik\u00bb 1985-92 Pietrasanta, Italia \u2013 Sculture in bronzo 1993 Associato VISARTE Ticino &nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/uber-steff\/lebenslauf\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Lebenslauf<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":796,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-171","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=171"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1038,"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/171\/revisions\/1038"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steffluethi.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}